Neben der Honigbiene sind auch Wildbienen und Hummeln darauf angewiesen, von März bis Oktober ausreichend Nahrung zu finden. Nicht immer ist es die größte Blütenpracht, die den Insekten am meisten Nahrung liefert. Gerade unscheinbare “Blüher” wie Beerensträucher und Efeu sind eine wichtige Bienenweide.
Juli - September
Bienenbaum
Euodia hupehensis / Tetradium daniellii
Unser Bienenbaum ist im Spätsommer eine besonders wertvolle Nahrungsquelle für Honigbienen, Wildbienen und Hummeln. Wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind, öffnet er seine kleinen weißen Blüten und wird an sonnigen Tagen intensiv angeflogen.
Die Blüten wirken auf den ersten Blick eher unscheinbar, sind aber sehr nektarreich. Gerade deshalb ist der Bienenbaum eine schöne Ergänzung für einen bienenfreundlichen Garten. Er zeigt gut, dass nicht nur auffällige Blüten wichtig sind, sondern vor allem Pflanzen, die zur richtigen Zeit Nahrung anbieten.
Auch nach der Blüte bleibt der Baum interessant: Im Herbst entwickeln sich dekorative rotbraune bis purpurfarbene Fruchtstände. Wenn sie reif werden, öffnen sich die kleinen Kapseln und geben dunkle, fast schwarze Samen frei.
Bei uns steht der Bienenbaum mitten im Garten und ist jedes Jahr ein kleiner Treffpunkt für Bienen, Wildbienen und Hummeln. Besonders spannend ist es, aus der Nähe zu beobachten, wie viele Tiere gleichzeitig in den Blüten unterwegs sind.
September - Oktober
Fetthenne
Sedum Telephium
Die Fetthenne ist eine sehr dankbare Pflanze für den Spätsommer und Herbst. Ihre dichten Blütenteller werden gerne von Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten besucht.
Besonders schön ist, dass sie auch mit trockenen, sonnigen Standorten gut zurechtkommt. Dadurch passt sie gut in Beete, an Wegränder oder in Bereiche, die nicht ständig gegossen werden können.
Wenn viele Sommerblumen schon nachlassen, bringt die Fetthenne noch einmal Farbe in den Garten und bietet gleichzeitig Nahrung für Insekten. Auch im Winter dürfen die vertrockneten Blütenstände gerne stehen bleiben, weil sie Struktur geben und kleinen Tieren Schutz bieten können.
Efeu
Hedera Helix
Efeu ist für Bienen besonders wertvoll, weil er erst spät im Jahr blüht. Wenn viele andere Pflanzen schon verblüht sind, finden Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und auch Schwebfliegen hier noch Nahrung.
An warmen Herbsttagen ist am Efeu oft richtig viel los. Wenn man daran vorbeiläuft, summt und brummt es manchmal so deutlich, dass man sofort merkt, wie wichtig diese unscheinbaren Blüten für die Insekten sind.
Damit Efeu blüht, braucht er allerdings etwas Zeit und sollte möglichst auch einmal älter werden dürfen. Gerade an Mauern, Zäunen oder alten Stämmen kann er dann zu einer wertvollen späten Bienenweide werden.
Bartblume ‘Grand Bleu’
Caryopteris x clandonensis ‘Grand Bleu’
Die Bartblume ‘Grand Bleu’ bringt im Spätsommer kräftig blauviolette Blüten in den Garten. Gerade dann, wenn viele Sommerblüten langsam nachlassen, wird sie noch gerne von Bienen, Hummeln und anderen Insekten besucht.
Sie mag einen sonnigen, warmen Standort und eher durchlässigen Boden. Ihre Blüten sitzen dicht an den Trieben und bilden einen schönen Kontrast zum grünen bis leicht graugrünen Laub.
Für einen bienenfreundlichen Garten ist sie besonders wertvoll, weil sie spät im Jahr noch Nahrung anbietet und gleichzeitig nicht viel Platz braucht. Im Frühjahr kann sie kräftig zurückgeschnitten werden, damit sie wieder kompakt austreibt und reich blüht.
Storchschnabel
Geranium